Spaghetti Bolognese vegan opt. glutenfrei

Spaghetti Bolognese vegan opt. glutenfrei

Spaghetti Bolognese vegan opt. glutenfrei
(2 Personen)


Hier kommt meine einfache, leckere und schnell zubereitete vegane Version von Spaghetti Bolognese. Auch wenn ich überhaupt kein Freund von verarbeiteten Lebensmitteln und Ersatzprodukten bin, muss ich zugeben, dass die „Sojaschnetzel fein“ (ich kaufe sie bei dm) mich absolut überzeugt haben. Gerade in einer Nudelsoße stehen sie in Geschmack und Konsistenz der Fleischvariante in nichts nach.

Du brauchst:

200g Spaghetti (für glutenfrei Vollkornreis Nudeln)

150g Sojaschnetzel fein
3 Karotten
2 Stangen Staudensellerie
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Dose Tomaten in Stücke
1 EL Tomatenmark

Salz
Pfeffer
2 Lorbeerblätter
½ TL Oregano getrocknet
3 Stängel frischen Thymian, oder ½ TL getrockneten
1 EL Ahornsirup (oder nach Geschmack)

So geht´s….

1. Nudelwasser aufsetzen und salzen

2. Die Sojaschnetzel laut Packung in etwas kochender Gemüsebrühe für ca. 15 Minuten einweichen. Wenn die Sojaflocken die Flüssigkeit nach den 15 Minuten nicht vollständig aufgesaugt haben, würde ich sie vor dem weiteren Gebrauch abgießen. Ansonsten wird die Soße zu wässrig.

3. Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und Staudensellerie in kleine Würfel Ich mag das Gemüse tatsächlich sehr gerne fein gewürfelt und gebe mir bei diesem Arbeitsschritt immer viel Mühe, aber das kannst du machen wie es für dich am einfachsten ist.

4. Eine Pfanne mit etwas Olivenöl vorheizen und die Zwiebeln einige Minuten darin anschwitzen. Dann den Knoblauch, Sellerie und Karotten hinzufügen, ebenfalls das Tomatenmark für einen Moment mit anrösten, das gibt nochmal extra Geschmack.

5. Wenn das Gemüse schön glänzt und etwas weicher geworden ist, kannst du die Sojaflocken hinzugeben und ebenfalls mit anbraten.

6. In der Zwischenzeit sollte dein Nudelwasser kochen. Koche die Spaghetti laut Packung und hebe dir beim Abgießen der Nudeln eine Tasse mit Nudelwasser auf, das können wir später noch zum Binden der Soße gebrauchen.

7. Die Dose Tomaten kann jetzt zusammen mit den Gewürzen in die Pfanne, alles gut verrühren und für ca. 10 – 15 Minuten ohne Deckel auf mittlerer Hitze köcheln lassen.

 

Tadaaaa und schon ist euer Mittagessen fertig! Bevor ihr euch ans Essen macht, bitte noch die Lorbeerblätter und Thymianstängel entfernen, mein Freund tendiert dazu ALLES zu essen was auf dem Teller landet, auch ein Lorbeerblatt. Also habe ich mir angewöhnt, solche Dinge vorher zu entsorgen.

Tipp: wir haben ja ein wenig Nudelwasser aufgehoben, als wir die Nudeln abgegossen haben, stimmtttts??? 😉 Wem die Soße zu kompakt ist, kann einen kleinen Schluck davon zur Soße geben, die im Wasser enthaltene Stärke bindet die Soße anstatt sie zu verwässern.

Lass es dir schmecken!!

 

Wenn du gerne mehr über den gesundheitlichen Nutzen der veganen Ernährung erfahren möchtest oder dich für eine Ernährungsberatung interessierst, vereinbare gerne ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir!

Meine Tipps & Tricks zur Umstellung auf pflanzlich-vollwertige Ernährung

Meine Tipps & Tricks zur Umstellung auf pflanzlich-vollwertige Ernährung

Den meisten Menschen kommt bei dem Begriff vegan meist zuerst in den Kopf, „oh Gott ist das kompliziert“, gefolgt von „das ist ganz schön teuer“ und ein all time favorite ist „wie bekomme ich denn damit genug Nährstoffe und Proteine“. Durch meine Arbeit, möchte ich mit diesen Vorurteilen gerne ein Stück weit aufräumen, denn es gibt tatsächlich fast keine gesündere und bessere Ernährungsform für deinen Körper und unsere Umwelt.

Also los geht´s….

1)Was sind deine aktuellen Snacks und Lieblingsgerichte?
Schreibe einfach mal so auf, was du gerne und oft isst und auch einfach mal so zwischendurch auf dem Teller hast. Vielleicht sind da aus Versehen schon ein paar vegane Gerichte dabei? Ich wette, ja!

2) Veganisiere deine Lieblingsgerichte
Isst du zum Beispiel für dein Leben gerne Spaghetti Bolognese? Dann ersetze das Hackfleisch einfach durch Linsen, der Geschmack ist fast identisch und du kannst das Rezept ansonsten unverändert lassen.

Oder du stehst total auf Burger? Es gibt unglaublich leckere Patti-Rezepte, die man super einfach selbst machen kann. Genau wie vegane Majo, die für meinen Geschmack sogar besser ist als das Original. Du musst auch nicht zwangsläufig alles 1:1 ersetzen und dafür teure Ersatzprodukte wie veganen Speck, Scheibenkäse oder Eiersatz kaufen, diese enthalten meist eh nur viele „interessante“ Zutaten, die wir gar nicht erst haben wollen.

Beim veganen Backen werden Eier zum Beispiel oft durch Apfelmus ersetzt, oder beim veganen Rührei gibt es ein Schwefelsalz, das den Tofu wirklich nach Ei schmecken lässt und die Konsistenz sowie den Geschmack zum Verwechseln ähnlich macht. Schau dich einfach mal ein bisschen im Netz um, es gibt inzwischen schon so viele tolle Food-Blogger.

Hier mal ein paar Ideen zur Inspiration:

  • Linsensuppe mit Räuchertofu statt mit Speck
  • Minestrone
  • Ofen-Spargel mit Kartoffeln und Olivenöl, anstatt mit Butter und Schinken
  • Gemüsecurrys mit Reis und wahlweise Tempeh, Tofu oder Lupinensteaks
  • Sushi mit diversen Obst und Gemüsekreationen, statt Fisch
  • Spaghetti mit Tomatensoße in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen
  • Spaghetti Bolognese mit Linsen anstatt Hackfleisch
  • Pizza einfach ohne Fleisch und Käse selber machen, dafür leckeres Ofengemüse und Tahini oben drauf (gibt es sogar schon vegan von der Firma „follow“, kann ich dir sehr empfehlen)
  • Rührei aus Tofu und mit Schwefelsalz gewürzt
  • Gefüllte Paprika auf Tomatensoße mit Gemüse-Reisfüllung anstatt Hackfleisch
  • Frühstücksporridge mit Hafermilch und Kokosjoghurt
  • Apfel-Streusel-Kuchen mit ALSAN Bio Margarine anstatt mit Butter
  • Bananenbrot ohne Ei und Butter, dafür mit Apfelmus und Kokosöl/vegane Butter
  • Sandkuchen aller Art lassen sich mit demselben Prinzip umsetzen

 

3) Mach es dir leicht und lecker
Zu Beginn ist die Umstellung auf eine vegane, pflanzlich-vollwertige Ernährung, tatsächlich etwas herausfordernd, das gebe ich zu. Um dauerhaft dran zu bleiben ist es daher so wichtig, dass dir das Essen schmeckt und erst im nächsten Schritt kümmern wir uns um die richtige und wichtige Zusammenstellung einzelner Komponenten um auf eine gute Vitamin- und Nährstoffbilanz zu kommen.

Da wir von Haus aus dazu neigen, lang gehegte Gewohnheiten nur ungern zu verändern, braucht es am Anfang eine gewisse Beharrlichkeit im Alltag um die neue Ernährungsform zu etablieren. Am besten gehst du in kleinen Schritten vor und veränderst erst einmal nur wenig anstatt alles auf einmal.

Wir müssen umdenken, uns mit Dingen auseinander setzen die uns vielleicht überhaupt nicht interessieren und mühsam erscheinen. Das ist doof, denn ganz ehrlich, unser Alltag ist eh schon stressig genug, muss das nun auch noch sein? Ich sage dir, JA! Du wirst reich belohnt werden für dein Mühe, versprochen. Fange also mit Kleinigkeiten an und steigere dich langsam. Verändere nicht alles auf einmal, denn dann ist die Tendenz leider groß, zu schnell wieder aufzugeben weil einfach zu viel Neues auf dich einprasselt.

So ein kleiner Schritt könnte zum Beispiel zu Beginn sein, die Milchprodukte die du so konsumierst, gegen pflanzliche Alternativen zu ersetzen. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe an Pflanzendrinks, Aufstrichen und Joghurts die super lecker schmecken und easy ersetzt werden können.

Eine kleine Auswahl an Marken die ich so empfehlen kann sind zum Beispiel ALSAN Bio, Oatly – hier mag ich besonders den Barista Drink und die Aufstriche, aber auch die Eigenmarke von dm hat viele gute Sachen im Angebot, SOJADE macht guten Quark, The coconut collaborative hat den weltbesten Kokosjoghurt, um ein paar meiner Lieblinge zu nennen. Dies ist unbezahlte Werbung aus Überzeugung 😉

Für alle Fleischliebhaber: ich persönlich bin ein bisschen hin und her gerissen, was Fleischersatzprodukte betrifft. Die Inhaltstoffe, von denen ich die meisten oft nicht kenne, sind entgegen meiner Einstellung was natürliches Essen betrifft. Ich möchte mein Essen am liebsten so ursprünglich und wenig verarbeitet wie möglich und daher kaufe ich diese Produkte nicht. Bevor man aber komplett auf die Ernährungsumstellung vom Allesesser zum Vegetarier/Veganer (wohin auch immer du möchtest) verzichtet, könnten sie für eine Weile vielleicht hilfreich sein.

Mein Kredo ist, die Dosis macht das Gift und wenn du einfach nicht auf den Fleischgeschmack verzichten willst, dann tue es auch nicht sondern reduziere es auf ein Minimum.

Aus gesundheitlicher Sicht brauchst du übrigens überhaupt kein Fleisch um mit allen nötigen Proteinen und Nährstoffen versorgt zu werden, das geht ganz wunderbar mit Pflanzenkost – just for info!

4) Finde dein Warum
Warum möchtest du dich eigentlich vegan ernähren? Um dauerhaft dranzubleiben wäre es wichtig zu wissen, wofür du das alles auf dich nimmst. Geht’s dir um deine Gesundheit, hast du vielleicht Beschwerden die dir kein Arzt bisher nehmen konnte oder möchtest du das Tier Leid nicht weiter unterstützen?

5) Such dir ein Rolemodel, eine Art Vorbild
Da es in der heutigen Zeit immer mehr Menschen gibt, die vegane Rezepte und ihr Fachwissen mit dir teilen, kann es für den Anfang hilfreich sein, sich auf eine Handvoll davon zu beschränken. Gerade die Anfangsphase der veganen Ernährung kann herausfordernd sein und daher empfehle ich dir, erst einmal die Kochtechniken ein oder zwei erfahrener Veganer/Blogger/Köche zu erlernen und mit diesem Grundwissen Stück für Stück dein Wissen und deine Techniken auszubauen.

Es gibt hier viel zu entdecken, nimm dir da ruhig ein bisschen Zeit. „Zu viele Köche verderben den Brei“, dieses Sprichwort passt meiner Meinung nach sehr gut hier hin.

Für Rezeptinspirationen kann ich dir neben meinem eigenen Blog auf jeden Fall den von Deliciously Ella und Lynn Höfer (Heaven Lynn Healthy) empfehlen. Hier gibt es einfache, gesunde und leckere Rezepte für jeden Anlass zu finden.

Viel Spaß beim Ausprobieren, ich hoffe ich konnte dir mit meinen Tipps ein klein wenig weiterhelfen.

Deine Anne

Mit veganer Ernährung deine Leistungsfähigkeit steigern

Mit veganer Ernährung deine Leistungsfähigkeit steigern

Du möchtest dich endlich fitter und Energie geladener fühlen? Dann hab ich hier was für dich! In diesem Blogartikel erfährst du, wie du durch pflanzlich-vollwertige Ernährung deine körperliche Leistungsfähigkeit und deine Energie steigerst und was dein Säure-Basenhaushalt damit zu tun hat. Viel Spaß beim Lesen!

Mein Selbstversuch

Mich selbst würde ich eher als mittelmäßig sportlich bezeichnen und wenn man mich fragt, ob ich gerade mehr Lust auf Kaffee und Kuchen oder doch lieber eine ausgedehnte Radtour habe, entscheide ich mich ganz klar, immer für´s essen. Gutes Essen ist meine ganz große Leidenschaft, war es schon als kleines Kind als ich lieber Mama´s Kochbücher als Kinderbücher gelesen habe. Da ich leider relativ schnell zunehme, beiße ich halt in den sauren Apfel und bewege mich so viel wie unbedingt notwendig. So viel zu meinen Prioritäten.

Noch bis vor ungefähr 2 Jahren, habe ich allerlei Sportarten ausprobiert. Zum einen, weil ich meine Kondition steigern wollte (ist hilfreich bei Bergtouren, die ich ganz gerne mache) und zum anderen natürlich auch, weil ich meine Zellulite wegbekommen und eine „1A Bikinifigur“ wollte. Ich habe Sport gemacht bis mir schlecht und schwindelig war (in dieses Stadium kam ich relativ schnell) und hatte überhaupt keinen Spaß daran und mein Gestell tat mir schon nach ein paar Minuten weh.

Also beschloss ich, dass ich mit all dem Sportgedöns aufhöre, denn es musste einfach einen besseren Weg für mich geben, der nicht so schmerzhaft, anstrengend und frustrierend war. Ich resignierte.

Ich hatte einfach keinen Bock mehr auf diesen Frust. Jahrelang habe ich mich gequält und es stellte sich kein bemerkenswerter Erfolg ein, im Gegenteil. Mir tat tagelang alles weh, ständig Muskelkater, meine Energie war nach einer Sportsession futsch und ich wollte nur noch ab auf die Couch. Das hält auf Dauer doch keiner durch!?

Vor allem frustrierte es mich, wenn man von anderen Menschen hört, dass sie ohne Sport nicht leben können, der Sport ihnen so viel Energie bringt und für sie der Sport der dringend benötigte Ausgleich zum Alltag ist. Wie bitte???? Was stimmt also nicht mit mir??? Bin ich eine Fehlkonstruktion??

Wie ich durch eine Bergtour zur pflanzlich vollwertigen Ernährung kam

Im Frühjahr 2019 haben mein Freund und ich aus Neugierde bei der 14-tägigen Detox- und Fastenchallange von Dr. Rüdiger Dahlke mitgemacht. Wir wollten einfach mal ausprobieren, ob wir nach so einer Kur irgendwelche Unterschiede oder sogar Verbesserungen feststellen konnten, denn immerhin wurde diese Kur als das Allheilmittel schlecht hin angepriesen.

Für uns beide, meinen Freund und mich, war die Fastenkur der Einstieg in den Umstieg. Vom Allesesser zum (Fast)veganer. Wir nutzten die körperliche Reinigung um im Anschluss gleich mit den neuen Ernährungsgewohnheiten zu starten und was soll ich sagen…. Über ein Jahr später sind wir immer noch dabei und ich will nie mehr zurück zu meinen alten Essgewohnheiten!!

Nach einer ca. 6-8 wöchigen Sport(Wander)pause schlug mein Freund vor, dass wir doch mal wieder eine Bergtour machen könnten und ich stimmte zu. Ich hatte gleich zu Beginn gesagt, er soll bitte nicht zu viel von mir erwarten, schließlich war meine bisherige Erfahrung nach so langen Pausen, dass ich mit meiner Kondition wieder ganz am Anfang stand. Noch dazu hatten wir gefastet und ich fühlte mich um ehrlich zu sein, noch ziemlich schlapp.

Also los, rauf auf den Berg. Wir gingen los und ich freute mich, denn es ging überraschend gut, viel besser als zu Anfang gedacht und das motivierte mich. Mein großer AHA Moment war dann, als ich ganz ohne Probleme auf einen Gipfel spazierte, der mir schon 3 Anläufe zuvor nicht möglich gewesen war. Ich freute mich so unglaublich über meinen Erfolg. Schließlich hatte ich in der Vergangenheit, kein Witz, schon große Krokodils Tränen geweint, weil ich einfach nicht bis zum Gipfel kam und immer kurz vorher umdrehen musste. Das frustriert auf Dauer kann ich dir sagen…

Es war ein großartiges Gefühl, endlich oben angekommen zu sein und das Beste daran war, dass ich weder erschöpft war, noch großartige Mühen hatte um oben anzukommen. Eine ganz neue Erfahrung in meinem Leben, die ich nie mehr missen wollte. Ich dachte, das muss der Zustand sein, von dem begeisterte Sportler immer sprechen: glücklich, voller Energie und diese gewisse Zufriedenheit, mit der man vom Gipfel ins Tal blickt.

Von diesem Tag an war ich von meiner neuen, pflanzlich-vollwertigen, Ernährungsform begeistert und zu 100% überzeugt.

Im Anschluss an die Kur habe ich meine Ausbildung zum veganen Ernährungsberater bei Rüdiger Dahlke angefangen und lernte dann auch, warum sich durch das Fasten und die Ernährungsumstellung der Körper so stark veränderte und wie er plötzlich so leistungsfähig wurde.

 

Zuerst, das Weglassen aller sog. „Gifte“

Durch die Detoxwoche, in der wir uns hauptsächlich von Rohkost und Reis ernährt haben und alle Gifte wie Zucker, Getreide, Alkohol und tierische Lebensmittel weggelassen haben, konnte unser Körper wunderbar entgiften.

Allein schon was der Kaffee- und Zuckerentzug mit einem macht ist unglaublich. Wusstest du, dass Zucker abhängiger macht als Kokain?

Durch den Entzug von genannten Giften, war unser Körper schon mal von einer großen Last befreit, denn er musste sich nicht mehr mit überflüssigen Stoffwechselvorgängen, dem Abbau von Giften, störenden Alkoholen, Eiweißen, etc. befreien.

Sage und schreibe 93% aller im Körper befindlichen Gifte werden alleine durch Tierprotein aufgenommen!! Das liegt zum einen natürlich an den Faktoren der Massentierhaltung, Aquakulturen, etc. aber mir geht es vor allem auch um die Auswirkung tierischen Eiweiß auf unseren Körper. Tierische Produkte zählen alle zu den schlechten Säurebildnern und sind für unseren Organismus nur schwer zu verdauen und zu verstoffwechseln. Hierzu werde ich nochmals einen eigenen Blogeintrag verfassen, das ist ein sehr komplexes und spannendes Thema, das diesen Beitrag hier sprengen würde.

Wenn also alle diese giftigen Faktoren nicht mehr vorhanden sind, kann unser Körper in die Regeneration gehen und das macht er ziemlich schnell. Wissenschaftlich belegt ist, dass bereits nach dem vierten Fastentag unser Immunsystem um 40% besser funktioniert. Ist das nicht unglaublich??

 

Dann, Ernährung umstellen auf überwiegend basische Kost und dadurch Körper entsäuern

So, „keine“ Gifte mehr im Körper, was war noch so los?

Mein Körper wurde entsäuert und vermutlich konnte ich ihm keinen größeren Gefallen tun. Durch unsere Ernährung nehmen wir leider überwiegend Säure produzierende Lebensmittel zu uns (eine Tabelle über basische und säurebildende Lebensmittel findest du hier), die unserem Körper auf Dauer schaden. Man unterscheidet hier zwischen Basen bildenden Lebensmitteln, schlechten Säurebildnern und guten Säurebildnern.

Ein übersäuerter Körper ist die beste Grundlage zur Entstehung von Krankheiten, das wusste schon Hildegard von Bingen.

Sind wir übersäuert, haben wir eine ganze Reihe an kleinen Entzündungsherden im Körper, die von unserem Immunsystem ständig repariert werden müssen. Das kostet den Körper nicht nur Energie, die du sicherlich gerne für etwas anderes hättest, sondern schwächt auch unser Immunsystem und wir werden anfälliger für Krankheiten aller Art.

Kennst du nicht auch den Freund, Kollegin, Bruder/Schwester, der keine Grippewelle auslässt und immer ganz laut hier schreit, wenn ein Magen-Darm-Virus rumgeht? Oder geht es dir vielleicht selbst so?  Hier kann eine Ernährungsumstellung definitiv helfen.

Wenn du jetzt also sagst, du möchtest auch von dieser Gesundheitskur profitieren, deine Energie steigern, körperlich fitter werden und, ach ja, abnehmen (habe ich erwähnt, dass ich ohne es zu merken knapp 6 kg abgenommen habe?? Bis dahin war die Nadel auf der Waage wie festgetackert…), dann fasse ich hier nochmal kurz für dich zusammen, was du tun kannst.

 

Konkrete Schritte die du machen kannst

Der eigentliche Trick hinter all dem ist im Umkehrschluss eigentlich eine basische Ernährung, was die pflanzlich-vollwertige Ernährung natürlich ist.

Pflanzlich-vollwertig heißt, ein Zusammenspiel von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreiden und guten Fetten/Nüssen. So unverarbeitet und ursprünglich wie möglich – keine Fertigprodukte, denn diese sind meist voll mit Zucker und Geschmacksverstärkern!!

Achte beim Einkauf am besten auch auf die Zutatenliste, egal was du kaufst. Zucker steckt in den allermeisten Lebensmitteln, auch dort wo du ihn vielleicht nicht erwartest. Meine Devise lautet immer, ist die Zutatenliste zu lang, will ich es nicht. Erst recht nicht, wenn ich die Hälfte der Zutaten darauf weder kenne noch definieren kann.

Was du meiden solltest, ist auf den ersten Blick natürlich alles was Spaß macht, eh klar. Das sind alle tierischen Produkte, Zucker und Weißmehlerzeugnisse. Alkohol, Nikotin und ähnliche Drogen natürlich auch, denn auch diese übersäuern den Körper. 😉

Aber Kopf hoch, das positive Körpergefühl das sich einstellen wird, ist so viel mehr wert als das kurze Vergnügen einer Käsepizza!

Da Rom auch nicht über Nacht erbaut wurde, erlaube dir auf jeden Fall Fehler zu machen und setze dich nicht unter Druck, denn das bringt überhaupt nichts. Setze dir zum Beispiel ein zeitliches Fenster von 2 Wochen und sehe es als Selbstversuch.

Denn hey… erzählen kann ich dir hier viel 😉 nur das gute Gefühl, dass DU haben wirst wenn du deinem Körper erlaubst zu entgiften, zu entsäuern und zu regenerieren, wird dir dauerhaft dabei helfen, deine Ernährung umzustellen. Vielleicht kannst du auch einen Freund/Freundin begeistern, mitzumachen? Gemeinsame Erfahrungen schweißen ja bekanntlich zusammen.

Natürlich musst du all die schönen Naschereien und auch das Glas Wein nicht für immer aus deinem Leben streichen. Das machen wir auch nicht, wir verbieten uns generell nichts. Meine Devise ist immer, die Dosis macht das Gift. Wenn ich Lust auf ein Stück Kuchen habe und im Café gibt es nur Kuchen die Butter und Ei enthalten, esse ich auch mal das.

Eine Detoxwoche (oder zwei) sind oft schon ein guter Anfang und du kannst zum Beispiel das Frühjahr und den Herbst für so eine Reinigungskur nutzen, das bietet sich besonders an, weil wir zu dieser Zeit meist auch anfangen unsere Essgewohnheiten den Temperaturen anzupassen und der Körper sich umstellt.

Erkundige dich nach saisonalen und regionalen Lebensmitteln, diese sind meist günstig, weil gerade Saison und enthalten genau die Nährstoffe, die du zur entsprechenden Jahreszeit brauchst. Zum Beispiel Spargel im Frühjahr hilft bei der Entwässerung und Entgiftung des Körpers, Wurzelgemüse im Winter wärmt den Körper und enthält viele Nährstoffe die dich in der kalten Jahreszeit unterstützen.

Die Umstellung auf pflanzlich-vollwertig erfolgt in kleinen Schritten, bei uns hat es noch einige Monate gedauert, bis ich wirklich 100% vegan gekocht habe. Die größte Umstellung findet vor allem im Kopf statt, aber es ist machbar und deine Gesundheit wird es dir auf Dauer sehr sehr danken!

 

Zum Schluss: Mindset ausrichten

Stelle dir am besten jetzt schon vor, wie unglaublich fit und gut du dich am Ende deiner Detoxzeit fühlen wirst und ziehe somit schon mal die richtige Energie in dein Leben die dich durch den Prozess trägt. Alles, was du dir in deinen Gedanken vorstellen kannst, kannst du auch fühlen und wenn du es fühlen kannst, ist es für deinen Verstand schon Realität geworden.

Dein Verstand unterscheidet nämlich nicht zwischen den Dingen die „nur“ in deinem Kopf passieren und Dinge die tatsächlich stattfinden, für ihn ist es dieselbe Realität.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Artikel ein bisschen weiterhelfen und solltest du Fragen dazu haben, immer gerne her damit!

Ich freue mich auf dich!

Deine Anne

Proteine: wie viel davon brauche ich wirklich und wofür überhaupt?

Proteine: wie viel davon brauche ich wirklich und wofür überhaupt?

In der veganen Ernährung ist eine der größten Sorgen/Vorurteile, das vegan lebende Menschen nicht genug mit Proteinen versorgt sind.

Diese Sorge/Vorurteil kann ich dir sagen, ist schon einmal völlig unbegründet und es gibt unzählige Untersuchungen, die das auch beweisen. Aus diversen Studien aus den USA, GB, Schweden, Deutschland, der Schweiz oder Australien (um nur ein paar Länder zu nennen) geht hervor, dass Veganer bei einer entsprechend abwechslungsreichen Kost bestens mit allen relevanten Proteinen versorgt sind.

Wofür brauchen wir Proteine überhaupt? Die wichtigste Funktion des Proteins ist der Aufbau von Körpergewebe. Wobei es hierbei im Detail genauer gesagt um die im Protein enthaltenen Aminosäuren geht und nicht um das Protein an sich. Es gibt 20 relevante Aminosäuren und 8 davon können vom Körper nicht selbst gebildet werden. Diese sind jedoch essentiell für uns und müssen zwingend über die Nahrung aufgenommen werden.

Du kannst jetzt selbst einmal für dich prüfen, wie relevant Aufbau von Körpergewebe für dich ist. Bist du Leistungssportler und möchtest Muskeln aufbauen? Traninierst du dafür mehrmals die Woche? Bist du vielleicht Schwanger oder Stillst gerade? Nein? Dann musst du auch auf nichts besonderes achten. Laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) liegt der tägliche Proteinbedarf bei 0,8g/kg Körpergewicht. Dies nur zur Info, damit du dir mal einen ungefähren Eindruck von der täglich benötigten Menge machen kannst.

Bei dem Thema Ernährung ist mir immer ganz besonders wichtig, dass wir uns von äußeren Empfehlungen, Ratschlägen, usw. nicht verrückt machen lassen. Deshalb wird es in all meinen Blogeinträgen auch nie um genaue Prozentzahlen oder ganz exakt einzuhaltende Maßeinheiten gehen. Dein Körpergefühl ist aus meiner Sicht deine sicherste Informationsquelle für deinen persönlichen Bedarf an Lebensmitteln und dort möchte ich dich, u. a., mit meinem Blog wieder hin zurückbringen.

Wo genau ist jetzt überall Protein und die in ihm enthaltenen wichtigen Aminosäuren drin? Du findest sie vor allem in Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Spitzenreiter sind hierbei Kürbiskerne, Hanfsamen, Erdnüsse und Leinsamen. Aber auch Quinoa, Amaranth, Linsen, Mandeln, Soja und Cashewkerne enthalten eine Menge davon.

Der große Vorteil von pflanzlichen Protinquellen zu ihrer tierischen Konkurrenz ist, dass uns die pflanlichen Lebensmittel neben dem Proteingehalt noch viele weitere wichtige Nährstoffe und vor allem für unsere Verdauung dringend benötigte Ballaststoffe liefern.

Möchtest du gerne mehr darüber erfahren? Schreibe mir sehr gerne eine Email an hallo@anneroleff.de und vereinbare ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir.

Hier noch ein kleine Rezeptidee für dich:

Mediterraner Quinoa-Salat 
(als Hauptspeise für 2-3 Personen oder als Snack auf´s Brot für min. 4 Personen)

1 Aubergine
2 Zucchini
2 Paprika
2 Knoblauzehen
1 Tasse Quinoa
1 Hand voll getrockene Tomaten in Öl
1 Handvoll Oliven
Basilikum
Thymian
Rosmarin
Balsamico
Olivenöl
Zitronensaft
Salz/Pfeffer

Zubereitung:
Das Gemüse in gleichgroße Stücke schneiden, die Knoblauchzehen einmal mit dem Handrücken flach drücken und mit auf´s Blech geben, mit frischem gehacktem Rosmarin und Thymian bestreuen, mit Olivenöl, Salz und Pfeffer vermengen und bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten garen.

In der Zwischenzeit den Quinoa in der doppelten Menge Wasser gar kochen, die getrockneten Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden und beides in eine Schüssel geben. Das fertige Ofengemüse dazu, alles mit Balsmico, Öl und einem Spritzer Zitronensaft vermengen und auf Zimmertemparatur abkühlen lassen. Oliven und frischen Basilikum drüber und fertig ist das schnelle und leichte Mittagessen!

Schmeckt entweder pur oder auch auf einer Scheibe selbstgebackenem Sauerteigbrot!

Guten Appetit!

Deine Anne